Südzucker-Gruppe aktualisiert wissenschaftsbasierte Klimaziele nach dem SBTi-FLAG-Standard
Die Südzucker-Gruppe hat ihre bestehenden SBTi-validierten Klimaziele auf Basis des aktuellen FLAG-Standards (Forest, Land and Agriculture) der Science Based Targets initiative (SBTi) aktualisiert und um separate FLAG-Ziele zu landwirtschaftlichen Emissionen ergänzt. Die aktualisierten Ziele wurden bei SBTi Services zur Validierung eingereicht.
Die Südzucker-Gruppe verfügt bereits seit 2023 über SBTi-validierte Klimaziele. Damit war sie der erste europäische Zuckerproduzent mit validierten Treibhausgasreduktionszielen für Scope 1 und 2 im Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel.
Klimaziele werden an FLAG-Anforderungen angepasst
Der aktuelle SBTi-FLAG-Standard schafft einen spezifischen Rahmen für wissenschaftsbasierte Klimaziele für landbezogene Treibhausgasemissionen (THG) und CO₂-Entnahmen, insbesondere aus Landnutzungsänderungen und Landmanagement. Für Unternehmen der Agrar- und Lebensmittelbranche ist dies besonders relevant, da ein erheblicher Teil ihrer Emissionen aus diesen Bereichen stammt. Die Aktualisierung stellt sicher, dass die Klimaziele den aktuellen Anforderungen der Science Based Targets initiative entsprechen, und erhöht die Transparenz über die Fortschritte bei der Reduktion von THG-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette.
Bis zum Geschäftsjahr 2030/31 verfolgt die Südzucker-Gruppe gegenüber dem Basisjahr 2018/19 vier Emissionsreduktionsziele, die nun SBTi Services zur Validierung vorliegen:
- Reduktion der nicht-landwirtschaftlichen Scope 1- und Scope 2-Emissionen (eigenen Produktionsprozesse und Energieeinsatz) um 50,4 Prozent
- Reduktion der nicht-landwirtschaftlichen Scope-3-Emissionen (eingekaufte Waren und Dienstleistungen) um 30 Prozent
- Reduktion der landwirtschaftlichen Scope 1-Emissionen (eigene Landwirtschaft) um 36,36 Prozent
- Reduktion der landwirtschaftlichen Scope 3-Emissionen (eingekaufte landwirtschaftliche Rohstoffe) um 36,36 Prozent
„Mit der Einreichung unserer aktualisierten SBTi-Ziele schaffen wir eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für die Reduktion von Emissionen entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette – einschließlich der Landwirtschaft. Das stärkt die Transparenz gegenüber unseren Kunden, Investoren und weiteren Stakeholdern und unterstreicht unseren Anspruch, Nachhaltigkeit und wirtschaftlichen Erfolg miteinander zu verbinden“ sagt Dr. Theresa von Fugler, Chief Commercial Officer der Südzucker-Gruppe.
Gemeinsam mit Landwirten Emissionen reduzieren
Für die Südzucker-Gruppe spielt die Landwirtschaft eine zentrale Rolle auf dem Weg zur Erreichung ihrer Klimaziele, da ein wesentlicher Teil der Emissionen dort entsteht. Deshalb arbeitet die Südzucker-Gruppe eng mit ihren landwirtschaftlichen Partnern zusammen, um Emissionen weiter zu reduzieren und nachhaltige Anbaumethoden zu fördern. Dazu gehören beispielsweise Maßnahmen im Bereich Carbon Farming, bei denen durch angepasste landwirtschaftliche Praktiken THG-Emissionen reduziert und die Kohlenstoffbindung im Boden gefördert werden. Darüber hinaus setzt die Südzucker-Gruppe weitere Maßnahmen um, um die Treibhausgasbilanz bei der Erzeugung landwirtschaftlicher Rohstoffe kontinuierlich zu verbessern.
Nächster Schritt: Validierung der Ziele
Die Validierung der aktualisierten Ziele durch die Science Based Targets initiative wird in den kommenden Monaten erwartet. Parallel arbeitet die Südzucker-Gruppe an ihrem gruppenweiten Übergangsplan für den Klimaschutz und der Umsetzung weiterer Maßnahmen. Die Integration der FLAG-Ziele ist ein wichtiger Meilenstein der gruppenweiten Nachhaltigkeitsstrategie „Growing in Balance“. Die eingereichten Ziele bauen auf bereits erzielten Fortschritten auf: Gegenüber dem Basisjahr 2018/19 konnten die Emissionen aus Scope 1 und 2 bereits um 30 Prozent sowie die Scope-3-Emissionen um 16 Prozent reduziert werden.